Grande - Chronik



Grande liegt direkt an der Bille, dem Grenzfluß zwischen Holstein und Lauenburg. Diese Lage und die Tatsache, daß es hier einen Übergang über den Fluß gab, haben die Geschichte Grandes stark beeinflußt.
Wann das Dorf angelegt wurde ist nicht überliefert. Erstmalig urkundlich erwähnt wurde es jedoch 1248 anläßlich der Gründung des Kirchspiels Trittau. Ursprünglich gab es nur drei Hufenstellen in Grande.
In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts kam Grande unter die Herrschaft des Zisterzienser Nonnenklosters Reinbek. Über 200 Jahre wurden die Einwohner vom Krummstab regiert. Nach der Auflösung des Klosters im Jahr 1529 gelangte Grande zusammen mit den anderen holsteinischen Besitzungen des Konvents an das neue Amt Reinbek. Seine endgültige Obhut unter dem Amt Trittau bekam das Dorf dann erst im Jahre 1609, als die Ämter Trittau und Reinbek einige Dörfer untereinander austauschten.

 

 

Durch Grande hindurch lief eine alte Heerstrasse, die aus dem Mecklenburgischen kommend über Mölln weiter nach Billstedt führte. In Grande war ein wichtiger Übergang über die Bille. Deswegen wurde das Dorf häufig von umherziehenden Heeren aufgesucht. Insbesondere die große Ebene der Grander Heide war ein beliebter Aufmarsch- und Sammelplatz. 1627 waren es zum Beispiel die Heere Tillys und Wallensteins, die dort mit über 40.000 Mann Quartier bezogen.