Hamfelde - Chronik



Die erste urkundliche Erwähnung Hamfeldes erfolgte schon relativ früh, nämlich im Jahre 1230. Damals sprach man von "hanevelde": han bedeutet so viel wie hoch, feld bezeichnet einen waldfreien Platz. Tatsächlich liegt Hamfelde ja auf einer Anhöhe.
Wie die Gemeinde Köthel ist auch Hamfelde in einen lauenburgischen und einen holsteinischen Teil geteilt. Das hat historische Ursachen, die in das 13. Jahrhundert zurückgehen. Damals wurden Holstein und Lauenburg an unterschiedliche Herren verteilt, Grenzfluß war die Bille. Da sich sowohl Köthel als auch Hamfelde auf beide Seiten der Bille erstreckten, wurden aus einem Dorf zwei: Hamfelde in Stormarn und Hamfelde in Lauenburg. Das hat sich bis heute gehalten.
Im Mittelalter war Hamfelde eines der kleinsten Dörfer im stormarnschen Raum. Ursprünglich siedelten hier nur ein Voll- und zwei Halbhufner.




Lange Zeit prägte die Landwirtschaft des Gesicht des Ortes. Aber mit der Wassermühle, die lange Zeit in Hamfelde existierte, gab es bereits im Mittelalter ein wichtiges Gewerbe im Ort. Angelegt wurde die Mühle als Sägewerk, später machte man einen Kupferhammer daraus. Nachdem die Mühle nicht mehr in Betrieb war, wurde sie 1906 an Albert Ballin, dem berühmten Generaldirektor der Hapag verkauft. Er machte das ehemalige Mühlenareal zu seinem Landsitz. Später diente sein Haus als Schullandheim.