Schöffen und Jugendschöffen für die Geschäftsjahre 2019 bis 2023

Schöffen und Jugendschöffen für die Geschäftsjahre 2019 bis 2023
 
Die Amtszeit der Schöffen und Jugendschöffen endet mit Ablauf des Jahres 2018. Aus diesem Grund sind dem Amtsgericht von den Gemeinden des Amtes Trittau für die Geschäftsjahre 2019 bis 2023 geeignete Personen vorzuschlagen.
 
I.         Allgemeines:
 
Alle fünf Jahre müssen die Gemeinden Vorschlagslisten für die Wahl der Schöffinnen und Schöffen für das Landgericht Lübeck und die Amtsgerichte des Landgerichtsbezirks erstellen. Schöffen sind ehrenamtliche Richter, die mit gleichem Stimmrecht wie die Berufsrichter an der strafrechtlichen Hauptverhandlung teilnehmen. Sie entscheiden insbesondere mit über Schuld- oder Freispruch eines oder einer Angeklagen und die ggf. zu verhängende Strafe. Die Schöffinnen und Schöffen sind verpflichtet, an den Sitzungen teilzunehmen, für die sie vorgesehen sind. Dabei kann eine Hauptverhandlung einen oder mehrere Tage lang dauern. Vor allem beim Landgericht können Fälle vorkommen, die über mehrere Monate an zahlreichen Sitzungstagen verhandelt werden. Ein Austausch von Schöffen während der laufenden Hauptverhandlung ist nicht möglich. Sie müssen an allen Fortsetzungsterminen teilnehmen. Von ihren Arbeitgebern sind sie hierfür freizustellen.
 
II.        Voraussetzungen:
 
Schöffinen und Schöffen müssen die deutsche Staatsangehörigkeit haben.
 
Sie dürfen nicht:
 
-      aufgrund einer Verurteilung die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter verloren haben;
-      wegen einer vorsätzlichen Tat zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt worden sein;
-      Beschuldigte eines Ermittlungsverfahren wegen einer Tat sein, die den Verlust der Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter haben kann.
 
Sie sollen:
 
-      zu Beginn der Amtsperiode mindestens 25 und höchstens 69 Jahre alt sein;
-      zur Zeit der Aufstellung der Vorschlagslisten in der jeweiligen Gemeinde wohnen;  
-     gesundheitlich in der Lage sein, das Amt auszuüben, also der Hauptverhandlung zu folgen und an (u.U. zahlreichen) ganztägigen Terminen teilzunehmen;
-      nicht in Vermögensverfall (Insolvenz) geraten sein;
-      die deutsche Sprache beherrschen;
-      nicht Mitglied der Bundes- oder Landesregierung sein;
 
-      keinen der nachfolgenden Berufe ausüben:
 
o    Beamtin/Beamter in der Staatsanwaltschaft;
o    Richterin/Richter, Notarin/Notar, Rechtsanwältin/Rechtsanwalt
o    Gerichtliche(r) Vollstreckungs- oder Strafvollzugsbeamtin/-beamter
o    Polizeivollzugsbeamtin/-beamter
o    Religionsdienerin/-diener (Pastorin/Pastor o.ä.)
 
-        nicht Mitarbeiterin oder Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes der DDR gewesen sein.
 
Jugendschöffinnen und -schöffen sollen zusätzlich über eine erzieherische Befähigung und Erfahrung in der Jugenderziehung verfügen.
 
Eine parallele Bewerbung um das Amt einer Schöffin oder eines Schöffen und um das Amt einer Jugendschöffin oder eines Jugendschöffen ist möglich. Eine Wahl ist allerdings nur in eines der Ämter möglich.
 
Bei Interesse an der Ausübung dieses Ehrenamtes bitten wir Sie, dieses bis spätestens 03.04.2018 der Gemeindeverwaltung Trittau mitzuteilen. Bitte benutzen Sie dazu die u.a. Formularvordrucke. Weitere Informationen erhalten Sie von Herrn Larsen, Telefon 04154/8079-12 (Kai.Larsen@Trittau.de).
 
Trittau, im Februar 2018
 
Ulrich Borngräber            Oliver Mesch
Amtsvorsteher                 Bürgermeister
 
 
Formular - Bewerbung für das Amt einer Jugendschöffin/eines Jugendschöffen
Formular - Bewerbung für das Amt einer Schöffin/eines Schöffen